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Bildung

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Bildung ist unser wichtigster Rohstoff. Die Schweiz als rohstoffarmes Land braucht die schlauen Köpfen ihrer Bevölkerung, das Humankapital. Bildung und Forschung bilden die Grundlage für unseren Wohlstand – das darf uns auch etwas kosten! In der globalisierten Welt wird die Kommunikation immer wichtiger, aber auch schwieriger. Deshalb braucht es eine solide Ausbildung in der Muttersprache und in Fremdsprachen.

 

Wir stehen hinter dem Föderalismus. Dennoch müssen in der Bildung alte Zöpfe abgeschnitten werden. Mit einheitlichen Modellen ermöglichen wir den einfacheren Wohnortwechsel junger Familien. Wir fordern die Einführung von schweizweit gültigen Standards, welche am Ende jeder Stufe erreicht werden müssen. Diese Standards müssen laufend mit den anderen Staaten verglichen und allenfalls angepasst werden. Dabei darf aber nicht das Mittelmass gelten. Nur das Beste ist gut genug!


Bildung

 

Leistung zählt

 

Fakten:

 

- In der Schülerbeurteilung für die 1. bis 9. Klassen werden heute sowohl Sachkompetenz als auch Arbeits- und Lernverhalten (ALV) separat beurteilt. Die Sachkompetenz wird grundsätzlich in Worten beurteilt (Kategorien „sehr gut“ bis „ungenügend“). Ab der dritten Klasse wird zudem zu jedem Fach eine Note erteilt. Diese darf aber nicht aus einem Notenschnitt berechnet werden, sondern muss anderweitig begründbar sein. Das ALV wird nur anhand von Worten (Kategorien „trifft meistens zu“ bis „trifft selten zu“) beurteilt.

 

- Für den Sekübertritt ist folgendes Entscheidend: Beurteilungsbericht (ehem. Zeugnis) des 5. Schuljahres, Beobachtungen der Eltern, Selbsteinschätzung der SchülerInnen. Dies hat in den letzten Jahren vermehrt zu Beschwerden bei Übertrittsentscheiden geführt.

 

- Die Erziehungsdirektion des Kt. Bern hat für Lehrbetriebe spezielle Interpretationshilfen zum Beurteilungsbericht (ehem. Zeugnis) publiziert.

 

Forderungen:

 

- Die Zeugnisse müssen wieder lesbar werden! Dazu sollen nur noch Noten erteilt werden, wobei man sich auf einen Notenschnitt abstützen muss. Die Aufteilung in Sachkompetenz und Arbeits- und Lernverhalten ist beizubehalten.

 

- Bei Übertrittsentscheiden ist das Zeugnis massgebend.

 

- Die SchülerInnen sind  zu fordern und somit auf die künftige Gesellschaft und Arbeitsumgebung vorzubereiten.

 

Klare Schulstrukturen

 

Fakten:

 

- Zurzeit existieren auf Stufe Volksschule die verschiedensten Schulsysteme. So ist vom Modell mit klarer Trennung zwischen Sekundar- und Primarstufe bis zur einheitlichen Klasse während neun Schuljahren alles zu finden.

 

- Schulkinder lernen zurzeit ab der 5. Klasse die zweite Landessprache (Deutsch oder Französisch) und ab der 7. Klasse Englisch.

 

- Hochbegabte SchülerInnen werden bisher kaum speziell gefördert. Mit dem neuen Volksschulgesetz sollen erste Massnahmen zur Förderung von Hochbegabten eingeleitet werden.

 

Forderungen:

 

- Die Schulsysteme im Kanton Bern sind zu vereinheitlichen.

 

- Der Lehrauftrag sowie die Lehrpläne sind konkret und unmissverständlich zu formulieren sowie über eine angemessene Dauer beizubehalten. Die LehrerInnen werden entsprechend aus- und weitergebildet.

 

- Das Erlernen der ersten und zweiten Fremdsprache wird im Kt. Bern einheitlich geregelt. Ab der 3. Klasse wird die zweite Amtssprache (Deutsch oder Französisch) ab der 5. Klasse Englisch unterrichtet.

 

- Begabte SchülerInnen sind zu fördern. Dies wird durch ein nach oben durchlässiges Schulmodell umgesetzt. Zudem sind für hochbegabte SchülerInnen spezielle Angebote zu schaffen (z. B. weitere Sprachkurse, Mathematik oder Physik für Fortgeschrittene). Dieses Angebot wird regional koordiniert.

 

Zeitgemässer Schulunterricht


Fakten:

 

- In vielen Schulen gibt es ein fakultatives Angebot von Tastatur- und PC-Kursen. An den meisten Schulen ist dieses Angebot aber nicht für alle SchülerInnen obligatorisch. Gänzlich fehlen bisher Unterrichtseinheiten, welche sich mit den Chancen und Gefahren der modernen Informationstechnologie (z. B. Internetpornografie) auseinandersetzen.

 

- Politische Bildung ist zwar Teil des Lehrplanes, wird an etlichen Schulen aber nur mangelhaft oder uninteressant durchgeführt.

 

- Sport nimmt in der heutigen Gesellschaft nicht nur eine gesundheitsfördernde, sondern auch eine soziale und integrierende Funktion wahr. Im Gegensatz dazu gibt es im Kanton Bern immer mehr unsportliche und übergewichtige Kinder und Jugendliche.

 

Forderung:

 

- Im Kanton Bern wird Tastaturschreiben zu einem obligatorischen Kurs. Des Weiteren sind die modernen Kommunikationstechnologien im regulären Unterricht einzubinden. Dazu muss die nötige Infrastruktur (insbesondere PCs und Software) sowie die entsprechende Fortbildung der Lehrerschaft sichergestellt werden.

 

- Die SchülerInnen werden im Unterricht auf die Chancen und Gefahren von modernen Informationstechnologien vorbereitet.

 

- Die Schulen ermöglichen die Erlangung von IT-Zertifikaten wie der European Computer Driving Licence (ECDL).

 

- In der 8. Klasse wird den Jugendlichen politisches Engagement näher gebracht. Es ist darauf zu achten, dass sich die politische Bildung nicht auf die Institutionenlehre beschränkt, sondern politisches Engagement schmackhaft gemacht wird. Nach Möglichkeit sind die lokalen Jungparteien einzubeziehen.

 

- Im Kanton Bern sind während der gesamten Volksschulzeit drei Turnlektionen obligatorisch. Zur sportlichen Ausbildung gehört mindestens ein halbes Jahr Schwimmunterricht.

 

Bessere Unterstützung bei der Berufswahl

 

Fakten:

 

- Die Berufswahl ist für Jugendliche äusserst wichtig. Damit geben sie eine wesentliche Richtung für ihr zukünftiges Berufsleben vor.

 

- Oft kennen Jugendliche aber nur wenige Berufe – und dies erst nur aus den Medien (z. B. Krankenpfleger, Jurist, Arzt, Bankmitarbeiter).

 

- Die Berufswahl ist zwar laut Lehrplan ein Bestandteil der Ausbildung, wird an vielen Schulen aber nur mangelhaft behandelt.

 

Forderungen:

 

- Alle Klassen müssen sich im 8. Schuljahr intensiv mit der Berufswahl befassen.

 

- Alle Klassen müssen obligatorisch im 8. Schuljahr das Schreiben von Bewerbungen sowie das Bewerbungsgespräch üben. Zudem wird mindestens ein Besuch auf der Berufsberatung vorgeschrieben.

 

- Die bisherige Berufsberatung wird überarbeitet und besser auf die Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmt.

 

- Für besonders gefährdete Jugendliche wird ein Case-Management geschaffen. D. h. die jungen Menschen werden von erfahrenen Fachpersonen in der Berufswahl unterstützt.

 

- Der Kanton Bern unterstützt die Einführung von zweijährigen Lehren mit Attest. Dabei sucht er die Zusammenarbeit mit privaten Initiatoren (z. B. Projekt Esperanza).

 

Hochschulen fit machen

 

Fakten:

 

- Die Universität Bern bietet zurzeit eine Vielzahl von Studienrichtungen an. An acht Fakultäten kann alles Erdenkliche studiert werden.

 

- Die Vertretung der Studierenden – genannt SUB – hat ein Budget von rund 500'000 CHF zur Verfügung und nutzt dieses primär für die interne Verwaltung und links-alternative Anliegen.

 

- Die Bernischen Fachhochschulen bieten Lehrgänge in Technik, Informatik, Architektur, Holz und Bau, Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit, Sozialer Arbeit, Künsten, Landwirtschaft sowie Sport an. Dabei hat sie Standorte in Bern, Biel, Burgdorf, Zollikofen und Magglingen.

 

Forderungen:

 

- Das Fächerangebot der Universität Bern ist zu straffen. Sie koordiniert dabei das Angebot mit den anderen schweizerischen Universitäten. Jede Studienrichtung – auch mit geringer Anzahl Studierender – muss mindestens an einer schweizerischen Universität angeboten werden.

 

- Die automatische SUB-Mitgliedschaft ist aufzuheben. Die SUB soll um ihre Mitglieder werben müssen. Erbringt sie gute Dienstleistungen und eine ernst zu nehmende Politik für die Studierenden, wird sie stark bleiben.

 

- Das Fächerangebot der Bernischen Fachhochschule ist zu straffen. Dabei ist eine Koordination mit den anderen sechs schweizerischen Fachhochschulen nötig. Jede Studienrichtung – auch mit geringer Anzahl Studierender – muss mindestens an einer schweizerischen Fachhochschule angeboten werden. Zudem sind die bisher unzähligen Standorte der Bernischen Fachhochschule zusammenzufassen.