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Obligatorischer Informatikunttericht - Offener Brief an Regierungsrat Pulver
Bildung ist unser höchstes Gut. Mit einem offenen Brief an Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver wehren sich die jungfreisinnigen kanton bern für einen zeitgemässen Unterricht.
Informatik. Bei den meisten Schülern ruft dieser Begriff öde Schulstunden am Computer, mangelnde Infrastruktur und unqualifizierte Ausbildner hervor. Der Grund dafür: Mangelhafte Berücksichtigung im Lehrplan und fehlende Qualifikation der Ausbildenden. Wir Jungfreisinnige wollen das unliebsame Nebenfach zu einem obligatorischen, interessanten und wichtigen Teil des Lehrplans machen.
Oft wird dieses Fach freiwillig angeboten und vernachlässigt. Wir meinen: Es ist allerhöchste Zeit, aufzuwachen und der Realität entgegenzublicken. Diese besagt:
- Heute kommt jedes Kind meist täglich mit dem Internet in Berührung
- Die Eltern sind oft nicht vollständig informiert, was ihre Kinder im weltweiten Web machen und deshalb kommt es immer häufiger zu Belästigungen durch Pädophile.
- Gerade der kritische Umgang mit Webinhalten muss gelehrt werden.
- Der geübte Umgang mit Informatikhilfsmitteln - und dies ist mehr als nur ein MS Word öffnen zu können - ist in nahezu jeder Branche eine unabdingbare Voraussetzung!
- Die Informations- und Kommunikationsbranche (ICT) ist bereits heute einer der wichtigsten Träger unserer Volkswirtschaft und die Schweiz verfügt über einen Mangel an geeigneten Fachkräften.
Kinder sollen bewusst sensibilisiert werden auf den Umgang mit dem Computer und dem Internet. Einerseits sollen Arbeitsmethoden erlernt werden wie das Erstellen von Präsentationen oder Excel-Tabellen, welche später hilfreich sein können. Andererseits soll auch der Umgang mit dem Internet gelernt werden: Sei es das Abfragen von Online-Bibliotheken für Vorträge und Arbeiten oder der Umgang mit kritischen Inhalten.
- Wir von den Jungfreisinnigen sind der Ansicht, dass die Jugendlichen sehr wohl mit dem Internet in Kontakt kommen – und dies zuhauf – wenn ihnen allerdings niemand unter die Arme greift, muss es nicht erstaunen, dass verstörte Kinder und Jugendliche und eine mangelnde Qualifikation für die weiteren Ausbildungsschritte das Resultat sind.
- Die jungfreisinnigen kanton bern fordern deshalb eine Neustrukturierung der Informatikausbildung:
- Obligatorischer Informatikunterricht ab der 7. Klasse, wobei im Durchschnitt zwei Semesterwochenstunden angeboten werden müssen.
- Einbezug der Informatikbranche (bspw. ICT Switzerland) bei der Ausgestaltung des Lehrplanes.
- Der Unterricht umfasst: Einführung in die Textverarbeitung, Erstellung von Präsentationen und Kalkulationen, Umgang mit Social Media und Internet.
- Bessere Ausbildung der Lehrkräfte in Informatik und Textverarbeitung (fixe Integration in die Lehrpläne der pädagogischen Hochschulen.)
- Ab der 9. Klasse das Angebot um spezielle Vertiefungsrichtungen erweitern: Programmierung, IT Sicherheit, Textverarbeitung
Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen und auch die Mitarbeit in der Ausgestaltung unserer Forderung gerne zur Verfügung. Die jungfreisinnigen kanton bern verfügen über zahlreiche Spezialisten aus der Informations- und Kommunikationsbranche sowie aus der Lehre, welche sich gerne für unsere Zukunft - die Kinder - einsetzen.
Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit! Unsere Ressortleiterin Bildung Frau Corinne Obrecht steht Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung.
Patrick Minder, Kantonalpräsident
Corinne Obrecht, Ressortleiterin Bildung


