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Später Versand von Wahlmaterial: Demokratisch fragwürdig
Sieben Tage vor dem zweiten Ständeratswahlgang haben viele Stimmbürger noch immer kein Wahlma- terial erhalten. Dies wird insbesondere Junge vom wählen abhalten und ist demokratisch fragwürdig.
Die jungfreisinnigen kanton bern sorgen sich um die demokratische Legitimation des zweiten Ständeratswahlgangs. Sieben Tage vor dem Entscheid wurde in Teilen des Kantons Bern noch immer kein Wahlmaterial verschickt. Der generell späte Versand wird insbesondere junge Wähler vom zweiten Urnengang abhalten. Sie sind es sich gewohnt, brieflich abzustimmen. Dies wird in der kommenden Woche kaum noch möglich sein. Entsprechend werden junge Menschen von der Abgabe ihrer Stimme faktisch ausgeschlossen.
Weiter sind im Versand keine Prospekte der Kandidierenden mehr vorgesehen. Auch dies hat negative Auswirkungen auf die demokratische Legitimation. Letzen Endes werden vor allem Parteimitglieder zur Urne schreiten. Ungebundene Wähler werden der Ausmarchung fern bleiben: Von ihnen wird verlangt, sich innert ein bis zwei Tagen ohne Information für einen Kandidaten zu entscheiden (die Annahme, Adrian Amstutz und Ursula Wyss seien ausreichend bekannt, trifft nicht zu. Die Annahme wäre eher Ausdruck von Selbstüberschätzung).
Fazit: Durch administrative Verfehlungen ist von einer tiefen Wahlbeteiligung auszugehen, junge Men- schen werden vom Urnengang faktisch ausgeschlossen. Wer auch immer gewählt wird, steht auf demokratisch dünnem Eis.
Die jungfreisinnigen kanton bern fordern deshalb, dass der zweite Ständeratswahlgang um vier Wochen verschoben wird und sich die Kandidierenden den Stimmbürgern per Wahlprospekt ordentlich vorstellen.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
Bernhard Eicher 079/ 561 83 07 Mediensprecher jf kt bern


