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Kurzsichtiger Entscheid des Regierungsrats

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Die jungfreisinnigen Burgdorf, jungliberalen Langenthal und jungfreisinnigen kanton bern können den Entscheid der Berner Regierung, die Fachhochschule Burgdorf als Standort aufzugeben, nicht nachvollziehen. Die Jungfreisinnigen werden alles daran setzen, den Fachhochschulstandort Burgdorf und somit den Bildungsstandort Emmental-Oberaargau zu erhalten.

 

 

Der Regierungsrat begründet seinen Entscheid mit der Standortkonzentration und der Förderung der Zweisprachigkeit. Beides sind fadenscheinige Argumente. In der Stadt Bern ist der Fachhochschulstandort auf über 20 Orte verteilt - in Burgdorf sind die Strukturen historisch gewachsen und liegen höchst zentral. Zweisprachigkeit lässt sich nicht nur in Biel fördern --die Zweisprachigkeit hat vielmehr mit der Volksschule und dem Lehrplan zu tun als mit einem Fachhochschulstandort.

 

Die Jungfreisinnigen werden auf städtischer, kantonaler und eidgenössischer Ebene alles daran setzen, den Standort Burgdorf für die Fachhochschule zu erhalten. Das liegt im Interesse der jungen Generation - nicht nur vom Emmental und Oberaargau, sondern vom ganzen Kanton Bern.

 

„Burgdorf ist ein attraktiver Bildungsstandort. Die Stadt ist mit dem öffentlichen und privaten Verkehr gut erschlossen und Studierende, die in Burgdorf, Langenthal oder in der Umgebung wohnen zahlen günstigere Mieten als in Bern oder Biel.“, betont Christa Markwalder, Nationalrätin aus Burgdorf.

 

Christine Bobst, Gemeinderätin aus Langenthal, fügt dem hinzu: „Insbesondere aufgrund der momentanen schweizweiten, durch Bundesrätin Leuthard lancierten "Pendlerdiskussion" erweist sich der regierungsrätliche Entscheid als Farce: Durch die Zentralisierung wird das "Pendlertum" geradezu gefördert. Ebenfalls steht dadurch fest, dass der Fachhochschulbesuch für die Absolventen persönlich mit Sicherheit teurer wird - jedenfalls für die aus dem Emmental und Oberaargau kommenden, welche während ihres Studiums dort wohnen bleiben wollen oder müssen. Es wird sich zudem zeigen, ob sich die beabsichtigte Zentralisierung tatsächlich positiv auf die Staatsrechnung des Kantons Bern auswirkt. Wir Jungfreisinnigen bezweifeln dies stark.“

 

Jungfreisinnige Burgdorf und Emmental: Simon Tim Pfister, Präsident, 079 650 97 18
Jungliberale Langenthal und Umgebung: Lukas Bissegger, Präsident, 079 535 70 88
Jungfreisinnige Kanton Bern: Patrick Minder, Präsident, 079 785 45 61
Christa Markwalder, Nationalrätin, Burgdorf: 079 222 52 80
Christine Bobst, Gemeinderätin, Langenthal: 079 772 70 16